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Hockey Huttwil vs SC Langenthal
Hockey Huttwil vor Heimspiel gegen den SC Langenthal
«Es ist sehr wichtig, wenn man zum Saisonbeginn punkten kann»
Sechs Siege aus den ersten sieben Spiele: Der Leaderthron gehört gegenwärtig Hockey Huttwil. Auch wenn in der jungen Saison noch nichts in Stein gemeisselt ist … diesen 18 Punkten muss das Team nicht mehr hinterherrennen. Trainer Daniel Bieri freut sich über die positiven Resultate, weiss aber: «Die Rangliste ist noch nicht sehr aussagekräftig.»
«Wir sind Resultate-technisch nach einer schwachen Vorbereitung mit sechs Siegen gut gestartet», ordnet Hochey Huttwil-Trainer Daniel Bieri den Saisonstart ein. «Es ist sehr wichtig, wenn man zum Saisonbeginn punkten kann. Dass man Rückschläge hat, ist völlig normal. Es geht aber leichter, wenn man erfolgreich in die Saison starten kann.»
Anders als 2025, als es in der Anfangsphase harzte und der Tritt erst im November gefunden werden konnte. «Das ist uns nun zu Beginn gelungen. Schlussendlich muss man über die ganze Saison ein gewisses Leistungsniveau bringen. Es liegt auch an uns Trainern, das zu planen.» Bereits gut läuft das Kombinationsspiel. «Wir können schöne Angriffe zeigen und uns während des ganzen Spiels Chancen erarbeiten. Nun haben wir am meisten Tore erzielt und am wenigsten erhalten.» Auch die Abläufe mit den neuen Spielern wurden bereits gut gefunden.
Weder über- noch unterbewerten
Hockey Huttwil ist erfolgreich in die aktuelle Saison eingezogen. Für ein Fazit sei es aber noch zu früh, erklärt Daniel Bieri: «Die Rangliste ist noch nicht sehr aussagekräftig.» Erst nach elf Runden, wenn man gegen jeden Gegner einmal angetreten ist, würden sich Schlüsse ziehen lassen. Ausserdem liegen die Teams sehr eng zusammen. «Mit zwei, drei Siegen kann man bereits nach oben steigen.» Deshalb gilt: «Nach dem ersten Drittel der Qualifikation kann man schauen, wo man ungefähr steht. Erst dann kann man sagen, wie man in die Saison gestartet ist. Nach dem zweiten Drittel kann man erkennen, wie es um die Form steht, und nach dem dritten, was man bis dahin geleistet hat. Es ist noch zu früh, um ein Fazit zu ziehen, wie gut man in die Saison gekommen ist.»
Die aktuelle Lage sollte weder über- noch unterbewertet werden. «Mit den Abläufen sind wir weiter als letzte Saison, auch was die Integration betrifft, darum sind auch die Resultate positiver.»
Knüller in der Region
Nun wartet das Derby gegen den SC Langenthal. Die Begegnungen mit dem Meister der Swiss League der Jahre 2012, 2017 und 2019 sind zu einem Hockey-Leckerbissen in der Region geworden. Daniel Bieri schaut dem Duell mit grosser Vorfreude entgegen. «Es ist immer speziell, gegen Langenthal spielen zu dürfen. Aber alles andere ist gleich wie gegen jeden Gegner. Wir versuchen, uns mit guten Trainings in Form zu bringen und vom ersten Augenblick an unsere eigenen Stärken auszuspielen. An den Trainings und Spielanalysen ändert sich nichts. Aber bei einer solchen Affiche im Oberaargau ist die Vorfreude schon etwas grösser.»
Auch beim Blick auf die Zuschauerzahlen profitiere Huttwil sicher. «In Langenthal ist es wohl ähnlich, egal ob sie gegen uns oder einen anderen Gegner spielen. Für uns ist es aber schon deutlich spürbar, ob wir gegen Langenthal spielen, als wenn wir einen anderen Gegner zu Gast haben.»
Kampf im Kollektiv
Spielerisch sind Matches gegen Langenthal, Lyss und Thun sicher spezieller, weil man die Juniorenzeit zusammen verbracht hat, analysiert Daniel Bieri. «Sicher ist es für die Spieler immer etwas spezieller, weil viele Jugendfreunde dabei sind und der Ehrgeiz grösser ist, gegen sie nicht zu verlieren.»
Langenthal ist auf dem Papier ein hochtalentiertes Team mit vielen richtig guten Spielern, erklärt der Hockey Huttwil-Coach. «Im Einzelnen und taktisch haben sie Spieler, die den Unterschied machen können. Wir müssen schauen, dass wir das Spiel auf unsere Seite ziehen können. Physisch gesehen müssen wir sicher ein wenig mehr auf den Körper spielen als gegen andere Gegner. Wir müssen im Kollektiv ihre Einzelaktionen unterbrechen.»
Langenthal mit neuem Trainer
Beim SC Langenthal wurde erst vor kurzem der Trainer gewechselt, Sportchef und Ex-SCL-Spieler Marc Kämpf hat an der Bande übernommen. Weil am Wochenende spielfrei war, konnte Marc Kämpf eine Woche lang neue Impulse geben. Ist das Team daher schwieriger einzuschätzen? Daniel Bieri: «Ich denke nicht, dass man alles auf den Kopf stellen muss, denn es war sicher nicht alles falsch. Dass der Trainer gewechselt wurde, war ihre Entscheidung. Das gehört zum Business eines Trainers, wenn es eine Niederlagenserie gibt. Wir werden uns sicher nicht anders einstellen, sondern schauen, dass wir unsere Stärken zum Vorschein bringen.»
Ohnehin gelte: «In einer Playoff-Serie schaut man mehr auf einzelne Details. In der Meisterschaft achtet man auf ein paar Dinge, weil man nicht jedes Mal alles neu analysieren kann.» In den Playoffs dagegen – in denen man mehrfach gegen die gleiche Mannschaft antritt – ist das viel mehr der Fall als in der Qualifikation. «In der Quali hat man hat immer nur ein Training vor dem Match. Deshalb schauen wir, dass unser eigenes System richtig gut funktioniert und wir es dem Gegner aufzwingen können.»
Daniel Bieri bleibt bis Ende Saison
Neben dem Eis arbeitet Daniel Bieri, der in Ufhusen lebt, im Qualitätsmanagement und der CNC-Programmierung der Firma Pro-Cam in Huttwil.
Auf die kommende Saison hin wechselt Daniel Bieri, der seit 2016 in der Organisation als Coach tätig ist (zunächst als Assistenz-Trainer und seit dem 24. Januar als Chef-Coach) vollamtlich zum SC Bern in die Nachwuchsabteilung. «Huttwil ist mit dem Sportchef und CEO sehr gut aufgestellt, um eine sehr gute Lösung zu finden. Im Mai kommt dann eine neue Challenge für mich.» Der Entscheid war bereits frühzeitig kommuniziert worden, «damit es während der Saison keine Rolle mehr spielt.»
Daniel Gerber




























