- Matchvorschau
Hockey Huttwil vs HCV Martigny
«Sie haben sicher noch eine Rechnung offen»
Hockey Huttwil lädt zum Spitzenkampf und der möglichen Finalissima gegen HCV Martigny. Je nach Verlauf auf den anderen Plätzen kann sich die Mannschaft von Daniel Bieri bereits morgen Mittwoch den Qualifikations-Sieg sichern. Verteidiger Silvan Aebi: «Heimrecht ist immer schön!»
Hockey Huttwil sorgt in den beiden letzten Runden für Hochspannung. Bereits morgen Mittwoch könnte die Mannschaft sich den Qualifikationssieg sichern (bei einem eigenen Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage des EHC Seewen) – oder am Samstag noch auf Rang fünf abrutschen und das Heimrecht in den Viertelfinals verlieren (siehe unten). Mehr Spannung geht nicht. Gleichzeitig hat Hockey Huttwil sich die beste Ausgangslage aller Mannschaften erarbeitet und kann aus eigener Kraft den ersten Rang verteidigen.
Das schwierigste Schlussprogramm hat der morgige Kontrahent HCV Martigny: Neben dem Spiel gegen Hockey Huttwil treten die Walliser noch gegen den EHC Thun an, der seinerseits noch um Heimrecht in den Playoff-Viertelfinals kämpft.
«Es läuft gut für uns»
Hockey Huttwil-Verteidiger Silvan Aebi: «Es sind alle recht zufrieden, wir sind auf dem ersten Platz und konnten uns einen Abstand erarbeiten, es läuft gut für uns.» Dass die Mannschaft so gut unterwegs ist, «liegt am Team, wir wissen, was wir tun wollen und wir haben eine Super-Stimmung untereinander. Jeder läuft für jeden, dies ist das, was es ausmacht.»
Heimrecht bis ins Finale möglich
Wenn Hockey Huttwil den ersten Rang halten kann, würde dies bedeuten, dass die Mannschaft auch im Finale das Heimrecht gesichert hätte. Silvan Aebi: «Beim Heimrecht ist immer schön, wenn man vor eigenem Publikum, in der eigenen Halle starten kann. Es geht jetzt darum, noch gute Spiele zu zeigen.»
Bis zu den beiden Niederlagen zeigte Hockey Huttwil eine Siegesserie von sieben gewonnen Matches, die alle nach 60 Minuten gewonnen werden konnten (21:0 Punkte). Diese Serie ermöglichte es der Mannschaft, den Spitzenplatz zu übernehmen – nun lautet das Ziel, diesen zu verteidigen. Silvan Aebi: «Wir lehnten uns nie zurück, wir sind in jedem Training und in jedem Spiel genau gleich gegangen, wir wussten, was wir tun müssen.»
Offensive kaum zu bremsen
Hockey Huttwil ist die Mannschaft, die mit Abstand am meisten Tore erzielt hat (20 mehr als der direkte Verfolger Martigny). Und die Anzahl Gegentore (insgesamt 60) konnte zuletzt eher gering gehalten werden, nur Martigny hat mit 57 Gegentreffer noch eine Spur weniger einstecken müssen.
«Das Torverhältnis ist etwas wichtiges, wir schauten die ganze Saison, dass wir möglichst wenig Gegentore erhalten, weil dies auch ein Schlüssel zum Erfolg ist», reflektiert Silvan Aebi.
Angenommen, es gäbe noch etwas zu verbessern, was wäre das? Silvan Aebi: «Verbessern kann man immer etwas. Was wir noch etwas brauchen, ist die Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor und das nachsetzen, da kann man noch etwas herausholen.»
«Sie haben sicher noch eine Rechnung offen»
Nun kann der Match heute Abend zur grossen Finalissima werden: «Ich freue mich auf dieses Spiel. Das letzte gegen Martigny konnten wir mit 5:1 Toren gewinnen, sie haben sicher noch eine Rechnung mit uns offen, wir müssen bereit sein. Es wird sicher ein intensives, spannendes Spiel.»
Die Athleten von Martigny sind «technisch gute Spieler, sie machen die Checks fertig. Es sind immer intensive, emotionale Spiele, es gilt, die Emotionen im Griff zu halten.» Das Ziel seit dem Sommer-Training ist der «Chübel» (der «Pokal»).
Neben dem Eis arbeitet Silvan Aebi zu 50 Prozent mit seiner Mutter, die das Geschäft «Irene’s Polierservice GmbH» in Langenthal betreibt. Dies beinhaltet unter anderem die Lack-Aufbereitung. «Wenn es viele Kratzer hat und nicht mehr glänzt, dann können wir es aufpolieren und versiegeln und es beinhaltet auch Lederpflege.» Dies unter anderem für die Autos in der Ausstellung im «Meilenstein» in Langenthal. «In den anderen 50 Prozent bewirtschafte ich in der Region Solothurn, wo ich aufgewachsen bin, drei Liegenschaft. Da ich Gartenbau gelernt hatte, ist das praktisch. Das ist zum Planen praktisch neben dem Hockey.»
So lautet das Schlussprogramm der Top-5
Neben der Partie zwischen Hockey Huttwil und HCV Martigny wird in den beiden letzten beiden Runden nur noch ein weiteres Spiel innerhalb der Top-5 ausgetragen (Martigny gegen Thun). Das heisst, diese fünf Teams rauben sich gegenseitig nur in einem Match gegenseitig Punkte. Daher könnten die anderen vier Top-5-Mannschaften in einem abstrakten Rechenspiel noch so viel Punkte sammeln, dass Hockey Huttwil theoretisch noch auf den fünften Rang zurückfallen könnte – sofern in den beiden letzten Matches kein einziger Zähler geholt würde und die anderen Equipen gleichzeitig (fast) alle Punkte sammeln würden.
Allerdings hat Hockey Huttwil die beste Ausgangslage und startet aus der Pole-Position in die beiden letzten Runden.
Hockey Huttwil, 66 Punkte: HCV Martigny und SC Lyss (beide zuhause).
HVC Martigny, 64 Punkte: Hockey Huttwil (auswärts) und EHC Thun (zuhause).
EHC Seewen, 64 Punkte: EHC Frauenfeld (auswärts) und EHC Dübendorf (zuhause).
EHC Thun, 62 Punkte: SC Langenthal und HCV Martigny (beide auswärts).
EHC Arosa, 62 Punkte: EHC Dübendorf (zuhause) und EHC Bülach (auswärts).
Ganz Sumiswald-Wasen ist eingeladen
In dieser Saison lädt Hockey Huttwil während der Qualifikation jeweils Gemeinden zu den Spielen ein. Beim 15. Heimspiel von morgen Mittwoch gegen den HCV Martigny sind die Einwohner von Sumiswald-Wasen zum kostenlosen Besuch eingeladen; die Details finden sich hier: hockeyhuttwil.ch/gemeinde
Daniel Gerber