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Hockey Huttwil vs HC Franches-Montagne
Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Nach dem 8:1-Auftaktsieg am Samstag und der 2:4-Niederlage am Dienstag will Hockey Huttwil nun im zweiten Heimspiel der Serie wieder vorlegen. Hockey Huttwil-Stürmer Michael Ruch gibt einen Einblick in das Playoff-Leben.
Das erste Heimspiel brachte Hockey Huttwil souverän und deutlich gegen Franches Montagnes ins Trockene: Mit 8:1-Toren setzte sich das Team in aller Deutlichkeit durch. Es war der fünfte Saisonsieg im fünften Spiel für die Huttwiler im Duell mit diesem Gegner: Zum Start erfolgte der 5:2-Triumpf für Hockey Huttwil. Das zweite Spiel wurde in der Verlängerung (4:3) gewonnen und die weiteren Ergebnisse lauteten 3:2 und 8:4.
Nun folgte im ersten Duell in den Playoffs ein deutlicher Erfolg. Das erste Auswärtsspiel ging jedoch mit 2:4-Toren verloren. Die erste Saisonniederlage gegen diese Mannschaft brachte den 1:1-Ausgleich in der Serie mit sich. Nun will Hockey Huttwil im zweiten Spiel Heimspiel die Führung in der Serie wieder an sich reissen.
Arbeiten, trainieren, schlafen
Das Playoff-Leben ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich, beobachtet Hockey Huttwil-Stürmer Michael Ruch. «Das Wichtigste ist, dass man es mit der Arbeit unter einen Hut bringen kann und dass man an beiden Orten seine Leistung abrufen kann. Praktisch ist, wenn man in einer Serie gleich mit drei Spielen durchkommt, dann hat man eine Pause von fünf Tagen. Insgesamt heisst es: Arbeiten, trainieren, schlafen. Aber man ist schnell in diesem Rhythmus; da funktioniert jeweils alles von selbst.»
Aus 0:3 wurde 5:3
Die Playoffs sind die schönste Zeit im Hockey-Jahr. Michael Minder erlebte schon etliche Playoff-Serien. «Ein ganz spezieller Sieg war jener vor zwei Jahren gegen den EHC Arosa im Viertelfinale. Der Stand in der Serie lautete 1:1, wir lagen nach dem Startdrittel mit 0:3 Toren zurück und siegten am Schluss mit 5:3, das war ein wichtiger Playoff-Moment. Es gab manchen schönen Sieg in den Playoffs, aber der war wichtig.» Zuletzt gewann Hockey Huttwil diese Serie; das Team konnte erst im Finale durch den EHC Basel gestoppt werden, der bekanntlich in der Folge den Aufstieg schaffte.
Michael Ruch über seine Herangehensweise. «Ich ändere gar nicht viel. Die Einstellung macht nahezu 100 Prozent eines Sieges aus, denn Eishockeyspielen kann jeder. Die Einstellung ist in der Qualifikation vielleicht nicht ganz in jedem Match die gleiche, weil es 32 Matches sind. In den Playoffs muss das Mentale aber an erster Stelle stehen.»
Physisch starker Gegner
Den Viertelfinal-Gegner Franches Montagnes bewertet Michael Ruch so: «Für mich sind sie physisch sehr stark, sie spielen extrem auf den Körper und sie sind im auch Umschaltspiel sehr stark. Sie schiessen viele Tore. Wir selbst kreieren mehr Chancen, aber sie sind offensiv ebenfalls stark.»
In den Playoffs gilt: «Alles ist noch einmal etwas schneller und intensiver, das Körperspiel ist betonter sein, es gibt mehr Zweikämpfe, mehr versteckte Fouls – alles ist intensiver als in der Qualifikation.»
Wertvoll ist daher gerade auch der Heimvorteil: «Dieser ist immer wichtig, er ist immer ein Plus, wenn man nicht eine weite Reise in Angriff nehmen muss. Und wenn man die Heimspiele gewinnt, gewinnt man auch die Serie. Bezüglich dem Weg haben wir es im Viertelfinale nicht schlecht getroffen.»
Nur der Heimvorteil ist noch da
Was muss Huttwil tun, dass der Tabellenzweite der Qualifikation (Huttwil) nicht wie in der vergangenen Saison (wegen Huttwil) aus dem Rennen fliegt? Michael Ruch: «Schlussendlich sind wir selbst verantwortlich und wir haben es selbst in den Fingern, wie die Serie ausgeht – das entscheiden wir.»
Die Qualifikation könne man abhacken: «Sie ist vorbei, das Einzige, was wir mitnehmen können, ist der Heimvorteil, da kommt es nicht auf die Statistik an, diese beginnt wieder bei null. Wenn wir aber unser Hockey spielen, dann werden sie Mühe haben, das ist unsere Stärke.»
Familie wichtig
Neben dem Eis arbeitet Michael Sutter im Werkhof der Baufirma «Sutter H+T Bau». «Mir ist ausserdem die Familie extrem wichtig. Im Herbst gehe ich manchmal zum Ausgleich im Wald Pilze sammeln und ich schaue mir die Unihockey-Spiele meiner Frau an – so ist der Tag ausgebucht.»
Daniel Gerber