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Hockey Huttwil vs HC Franches-M.
Hockey Huttwil zwischen Rang drei und Qualisieg
Was im Herbst noch stockte, entwickelte sich zu einer Saison voller Selbstvertrauen und Dynamik. Hockey Huttwil hat den Tritt längst gefunden – und steht nun vor dem letzten Quali-Spiel mit der realen Aussicht, noch einen weiteren Schritt nach vorne zu kommen. Hockey-Huttwil-Topskorer Michael Lüdi mit einer Einordnung.
Die Qualifikation biegt in die Zielgerade ein – und Hockey Huttwil hat sich genau dort positioniert, wo man sein wollte. Es ist eine dieser Ausgangslagen, die Spannung verspricht: Gesichertes Ziel, aber noch offene Türen nach vorne … «Wir hatten einen sehr durchzogenen Start: Am Anfang hatten wir recht Mühe, wir hatten den Tritt nicht so recht gefunden. Es folgten positive Ergebnisse, dann wieder negative, ohne dass wir uns das richtig erklären konnten», lässt Hockey Huttwil-Stürmer Michael Lüdi die Frühphase der Saison Revue passieren.
Doch dabei ist es nicht geblieben: «Dann haben wir den Tritt gefunden und eine riesige Serie hingelegt. Das Team hat sich extrem entwickelt. Dies konnten wir lange, bis in den Januar, durchziehen. Dann folgten zwei Dämpfer gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Wir können sehr zufrieden sein und nun die Qualifikation den Erwartungen entsprechend abschliessen. Das Ziel war, in den Top vier zu sein, das ist erreicht.»
Sogar der Qualisieg ist noch möglich
Hockey Huttwil hat nach dem morgigen Match gegen den HC Franches-Montagnes sein 30. und damit letztes Quali-Spiel bestritten, während die anderen zehn Equipen noch ihre letzte Runde austragen; zur Erinnerung: In der Elferliga ist immer eine Mannschaft spielfrei.
Noch ist alles möglich: Mit einer Niederlage wäre der dritte Platz für Hockey Huttwil bereits zementiert, da Franches-Montagnes (Rang 2) und der EHC Seewen (Rang eins) je zwei Punkte Vorsprung haben. Bei einem Sieg nach 60 Minuten könnte aber Hockey Huttwil die Tabellenspitze übernehmen, sofern auch Seewen verlieren würde … und je nach Ausgang der letzten Runde könnte Huttwil sogar auf Rang eins bleiben.
Michael Lüdi: «In der Theorie ist alles möglich, aber wir müssen auf uns selbst schauen, wir können einfach noch das Geschehen morgen Mittwoch beeinflussen. Uns ist wichtig, dass wir ein gutes Spiel spielen und Franches zeigen, dass wir bereit sind. Wir können auch in den Playoffs auf sie Treffen und dann sollen sie wissen, gegen wen sie spielen.»
Duell wird zur Hauptprobe
Für Hockey Huttwil wird die Begegnung auch zur Hauptprobe vor den Playoffs. «Es ist wichtig, dass wir es Franches nochmal zeigen, wir wollen ihnen noch das gute Gefühl nehmen, das ist das Ziel am Mittwoch.
Im Schlussprogramm steht der Leader EHC Seewen zunächst dem EHC Bülach gegenüber. Die Zürcher liegen auf Rang acht, könnten aber noch bis auf Platz zehn zurückfallen; ausserdem hat diese Equipe vier seiner letzten sechs Matches gewonnen. Bülach dürfte also keine wohltätige Punktesammelaktion zugunsten des Leaders ins Leben rufen. Und in der letzten Runde duelliert sich Seewen noch mit dem SC Langenthal, bei dem es noch darum gehen könnte, auf den sechsten Rang zurückzukehren.
Und Franches-Montagnes empfängt nach der morgigen Reise nach Huttwil noch den EHC Wetzikon. Der gegenwärtige Tabellenzehnte könnte in der letzten Runde womöglich noch bis auf den achten Rang vorstossen. Die Romands dürften es also nicht mit einer Mannschaft zu tun bekommen, die wohlwollend Spalier für den Gegner steht.
Seewen und Franches-Montagnes werden also sicherlich in den beiden letzten Runden keine Geschenke in Empfang nehmen können. Michael Lüdi: «Wir müssen auf uns schauen, das andere können wir nicht beeinflussen.»
«Ich spiele sehr gerne gegen Franches»
Michael Lüdi hat gute Erinnerungen an die Spiele gegen dieses welsche Team: «Ich spiele sehr gerne gegen Franches, sie spielen ein Hockey, das sehr technisch ist und sie können auch sehr hart spielen. Wir dürfen sie nicht ins Spiel kommen lassen. Ich bin sehr optimistisch, für mich ist klar, dass wir unsere Leistung abrufen und ein gutes Spiel zeigen müssen. Im Allgemeinen liegen sie uns.»
Weiter erklärt Michael Lüdi: «Erwähnenswert sind ihre Einzelspieler. Sie stellen die drei Top-Spieler der Liga in der Skorerliste, auf sie müssen wir ein Auge legen und sie nicht einfach walten lassen. Wir müssen schauen, dass wir unser Spiel durchziehen können. Defensiv werden sie eher Mühe mit unserem schnellen Spiel und unserer Wendigkeit haben. Es gilt, mit schnellen Spielzügen ihre Defensive zu durchbrechen.»
«Röbi erinnert sich heute noch»
Die Matches gegen diesen Herausforderer seien immer gut und er erinnert sich an eine besondere Anekdote. «Vor zwei Jahren erzielte ich gegen sie den Matchwinner zum 3:2 oder 4:3, es war ein sehr schönes Tor: Robin Nyffeler spielte einen schönen Pass in den hohen Slot, ich schoss, der Puck prallte in die Latte und ging rein. Wenn man Röbi fragt, erinnert er sich immer noch, wie es ‘gschällelet het’.»
Neben seiner harten Arbeit auf dem Eis – Michael Lüdi ist Topskorer von Hockey Huttwil – ist er bei «Bern Expo» im Facility Management in der Administration tätig sowie – innerhalb des Jobs – in den Finanzen. Michael Lüdi: «Ich habe einen sehr abwechslungsreichen Job!» Darüber hinaus durchläuft Michael Lüdi eine Weiterbildung zum technischen Kaufmann.
Daniel Gerber




























