- Matchvorschau
Hockey Huttwil vs HC Düdingen Bulls
In der Kraftprobe mit den HC Düdingen Bulls geht es für Hockey Huttwil noch um viel, erklärt Hockey Huttwil-Verteidiger Remo Bieri. Dies obwohl auch rechnerisch der Heimvorteil nicht mehr abgegeben werden kann. Doch das Team will nun eine möglichst gute Playoff-Form holen.
«Wir sind sehr gut ins neue Jahr gestartet», bilanziert Hockey Huttwil-Verteidiger Remo Bieri. «Es läuft so wie wir es uns vorgenommen hatten, nach den beiden Niederlagen im Dezember. Wir konnten nun neuen Schwung holen. Wir sind zufrieden und konnten wieder eine neue Siegesserie starten.»
Das Team ist zwar weit vorne in der Tabelle, «aber alle Spiele sind eng und es gibt in der Abwehr mehr als genug zu tun. Es ist wichtig, dass da der Job richtig gemacht wird.» Er sei sehr zufrieden mit der Performance des Teams. «Manchmal hatten wir in engen Matches das Glück etwas auf unserer Seite, aber das muss man sich erarbeiten. Wir sind konstant und nie in ein Formtief gefallen.»
«Fünf sehr wichtige Spiele»
«Für uns geht es noch um recht viel», blickt Remo Bieri nach vorne. «Es geht nicht nur um die Platzierung, sondern auch um die Form. Diese ist gut, es geht nun darum, diese zu behalten und den letzten Feinschliff zu machen und auf die Defensive zu achten und offensiv weiter so zu kreieren, wie wir es jetzt tun. Die letzten fünf Spiele sind noch sehr wichtige Spiele.»
Gegen die HC Düdingen Bulls wartet nun also bereits das fünftletzte Spiel der Qualifikation. «Ich freue mich auf sie – Düdingen ist immer ein sehr schwieriger Gegner. Im Hinblick auf die Playoffs können wir gegen sie Charakter zeigen. In den Playoffs wird es danach nicht einfacher, sondern schwieriger. Es gilt, unsere Lehren aus den vorherigen Matches gegen sie zu ziehen und anders zu agieren. Wir wollen sicher auch einen sauberen Match abliefern.»
Hartnäckige Bulls
Den aktuellen Gegner zeichnet aus, «dass sie immer sehr hartnäckig sind. Sie spielen simples, einfaches Hockey. Wir haben unser System und sie wollen es jeweils zerstören, um ihres zu machen und das ist nie einfach.»
Weiter feuern die Freiburger aus allen Rohren: «Sie können sehr gut von überall aus schiessen. Bei der kleinsten oder auch bei gar keiner Möglichkeit schiessen sie einfach mal. Wo wir dagegen Punkten können ist über unser Tempo-Spiel und die Pass-Qualität.» Über diese Tugenden könne Hockey Huttwil den Sieg gegen sie holen.
Gegner braucht dringen Punkte
Düdingen ist noch tief im Kampf gegen die Playouts verstrickt: Der HCD liegt zwar auf Rang neun aber mit nur einem Punkt Vorsprung auf den elften Rang, welcher bedeutet, anschliessend gegen GDT Bellinzona gegen den Abstieg zu kämpfen. Die direkten Verfolger EHC Bülach und SC Langenthal haben je nur noch einen Zähler Rückstand und beide punkteten in den letzten Runden konstant. Wenn beide ihre Form auch nur annähernd aufrecht erhalten und Düdingen nicht wieder wesentlich mehr Punkte sammelt, ziehen der SCL und die Zürcher sehr bald an den Freiburgern vorbei. Remo Bieri: «Für Düdingen ist es eine genau gleich wichtige Partie, sie wollen in die Pre-Playoffs. Ich erwarte ein stärkeres Düdingen als bisher – auf Deutsch gesagt geht es auch bei ihnen um die Wurst.»
Heimvorteil bereits geschafft
Das Rechnen hat für Hockey Huttwil bereits jetzt ein Ende: Auf den ersten Blick könnte der Heimvorteil der Mannschaft noch genommen werden – der EHC Seewen (Rang 3) hat nur einen Zähler Rückstand und der EHC Frauenfeld (Rang 4) deren 14 und der EHC Arosa (Rang 5) hat einen Rückstand auf Hockey Huttwil von 15 Zählern. Rein auf den ersten Blick könnten also beide noch Huttwil vorbeiziehen, sofern Huttwil keinen einzigen Zähler mehr holen würde. Denn Arosa hat die bessere Direktbegegnung und würde sich bei Punktegleichheit vornedran einreihen. Frauenfeld dagegen hat beide Spiele gegen Huttwil verloren und müsste somit einen Punkt mehr holen, also 15 statt 14, was rechnerisch ja möglich ist … und hier kommt der Haken: Arosa wie auch Frauenfeld müssten je 15 Punkte holen – doch die beiden Teams müssen noch gegeneinander antreten. Folglich kann eine dieser beiden Mannschaften nicht mehr das nötige Maximum erreichen, welches nötig wäre um noch an einem – im höchstunwahrscheinlichen Fall, das Huttwil keinen einzigen Zähler mehr holt – noch vorbeizuziehen. Das Heimrecht ist Hockey Huttwil somit bereits jetzt, fünf Runden vor Schluss, nicht mehr zu nehmen.
Gleichzeitig liegt auch der Qualifikationssieg für Hockey Huttwil bei einem Rückstand von nur einem Zähler auf den EHC Chur durchaus im Bereich des Möglichen.
Huttwil und Dart-WM
Voraussichtlich spielt Remo Bieri auch nächste Saison bei Hockey Huttwil. «Aktuell liegt der Fokus darauf, Stammspieler in der MyHockey-League zu werden. Was in zwei, drei Jahren ist, kann ich noch nicht sagen, ich bin noch im Junioren-Alter.»
Letzten Sommer schloss er die Feusi-Sportschule und «danach durchlief ich bei der SBB ein Praktikum und sie haben mich gleich übernommen. Aufgrund der KV-Lehre arbeite ich da im Büro, in der Finanzabteilung.»
Witzig nebenbei: «Neuerdings, seit der WM, haben mein Bruder und ich ein neues Hobby: Das Dart-Spiel, wir sind täglich am üben, das Ziel ist die Dart-WM, sagen wir uns jeweils. Die Dartscheibe in der Garderobe wird oft genutzt.» Auch von anderen Spielern. Ein Vorteil kann dies auch auf das Eishockey-Spiel haben: «Man hat sich dann schon einmal fokussiert.»
Daniel Gerber