- Details
- Matchvorschau
Hockey Huttwil vs EHC Seewen
«Mit ‘nur’ einer Medaille sind wir in diesem Jahr nicht zufrieden.»
Mit dem ersten Heimspiel von Hockey Huttwil zieht die Final-Serie auch in Huttwil ein. Für die Mannschaft geht es darum, die Best-of-Five-Serie auf eigenem Eis auszugleichen. Für Hockey Huttwil-Stürmer Timo Braus ist klar: «Mit ‘nur’ einer Medaille sind wir in diesem Jahr nicht zufrieden.»
Seit der Gründung der Liga ist Hockey Huttwil immer bis ins Halbfinale vorgedrungen, zweimal konnte sogar das Finale erreicht werden (2018 unter dem Namen EHC Brandis sowie 2022). Auch dem aktuellen Finalgegner EHC Seewen ist das Team von Trainer Daniel Bieri bereits zweimal gegenübergestanden: 2022 wurde die Halbfinale gegen die Schwyzer mit 3:1-Siegen gewonnen, 2024 behielten die Zentralschweizer mit – aus Huttwil-Sicht – 1:3-Siegen Oberhand.
Nun erfreut sich die Mannschaft erneut einer Finalteilnahme. Hockey Huttwil-Stürmer Timo Braus: «Es ist speziell. Wir haben schon ein paar Spieler, die das schon erlebt haben. Und für manche ist es eine neue Erfahrung. Die Erfahrenen helfen, führen und gehen voran – aber schlussendlich weiss jeder, wie hockeyle, sonst wären wir nicht da, wo wir stehen.»
«Wer weniger Fehler macht …»
Der Weg ins Finale begann mit dem Viertelfinal-Duell gegen den EHC Frauenfeld. «Wir starteten nicht schlecht in die Playoffs gegen Frauenfeld, wir hatten da mehr zu kämpfen als gegen Thun: Frauenfeld war aggressiv und versuchte unser Spiel kaputt zu machen. Thun war dann das Gegenteil.» Die Berner Oberländer sein taktisch besser gewesen als Frauenfeld.
Mit einer ähnlichen Ausgangslage rechnet Timo Braus nun auch in der jetzigen Best-of-Five-Serie: «So wird es im Finale sein, wer weniger Fehler macht, wird am Ende zu oberst stehen. Es wird sehr taktisch sein.»
Noch eine Rechnung offen
Timo Braus erinnert sich noch ans Halbfinale 2024. Damals zog rang Seewen Hockey Huttwil nieder und musste sich erst im Finale dem EHC Chur beugen. «Wir haben da noch eine Rechnung vom Halbfinale offen. In dieser Saison konnten wir sie zweimal schlagen und einmal haben wir aus einem Selbstverschulden verloren. Wir wissen, dass wenn wir unser Spiel machen können, wir besser sind.»
Stärken und Schwächen sind bekannt
Geheimnisse gibt es in dieser Phase der Saison keine mehr. «Sie sind sehr aufsässig, technisch und läuferisch stark … das wissen wir bereits die ganze Saison. Sie waren immer Leader, bei uns war es ein Up und Dwon, aber mittlerweile haben wir den Tritt gefunden. Wir wissen um ihre Stärken, kennen aber auch ihre Schwächen und die gilt es auszunutzen.»
Auf die Frage was es braucht, um den Titel zu holen, kommt Timo Braus auf einen Fact zurück: «Am Schluss gewinnt die Mannschaft, die weniger Fehler macht: Ein grosser Punkt wird die Disziplin sein, die Special Teams werden den Unterschied machen, bei 5 gegen 5 wird es sehr ausgeglichen sein.» Es geht um Disziplin und Wille.
Es gibt nur noch ein Ziel
Zweimal erreichte Hockey Huttwil wie erwähnt, das Finale bereits, 2018 und 2022. Diesmal soll der Titel errungen werden. Timo Braus: «Es gibt nur ein Ziel: Es ist schön, dass wir in den Final gekommen sind – aber mit ‘nur’ einer Medaille sind wir in diesem Jahr nicht zufrieden.»
Das zweite Spiel in dieser Serie bestreitet Hockey Huttwil nun auf eigenem Eis. Heimvorteil. «Die Abläufe sind gewohnt, wir freuen uns immer vor dem eigenen Publikum zu spielen, vor allem im Finale, das gibt eine Atmosphäre, die man nicht jeden Tag erlebt, darauf freuen wir uns alle.»
Doch auch auswärts kann die Mannschaft auf die Fans zählen: «Ausserdem war der Support in Thun und Frauenfeld schon toll und nun im Finale wohl noch mehr.»
Noch kein Titelverteidiger … und kein Berner-Team
Statistisch gesehen wäre Hockey Huttwil an der Reihe, den Meistertitel zu erringen: Bislang wurde der Titel in der Liga noch nie verteidigt. Die Meister in chronologischer Folge: EHC Dübendorf (2018), HC Sierre (2019), 2020 und 2021 kein Meister wegen Corona, EHC Basel (2022), HCV Martigny (2023), EHC Chur (2024) und EHC Seewen (2025). Gleichzeitig ist anzumerken, dass Sierre, Basel und Chur die Liga nach dem Titel in Richtung Swiss League verlassen haben.
Nach Kantonen aufgeteilt, haben Graubünden und das Wallis die Liga je zweimal für sich entschieden und die Kantone Basel, Schwyz und Zürich je einmal. Fünf Kanton sind also in der Herkunftsliste der Triumphatoren bereits eingetragen.
Den Weg in den Kanton Bern hat der Titel bislang aber noch nicht gefunden. Timo Braus: «Da gibt es nur eines: Wir sind bereit für den Schritt und wir wollen unbedingt das erste Team aus dem Kanton sein.»
Daniel Gerber




























