- Matchvorschau
Hockey Huttwil vs EHC Seewen
Morgen Samstag erfolgt der Auftakt zur Playoff-Halbfinal-Serie gegen den EHC Seewen. Gegen diesen Gegner entwickelten sich immer sehr schnelle Spiele. Hockey Huttwil-Trainer Daniel Bieri. Morgen Samstag, zum ersten Halbfinalspiel, haben alle Schulkinder bis 16 Jahre freien Eintritt.
Der Playoff-Viertelfinal gegen Franches Montagnes erstreckte sich über die Volldistanz von fünf Spielen. «Ich schaue positiv auf diese Serie zurück. Wir wussten, dass sie ein starker Gegner sind, wir planten mit fünf Spielen», bilanziert Hockey Huttwil-Trainer Daniel Bieri. «Was wir planen können, ist unsere Ausdauer. Wir sind in jedem Match viel gelaufen, um sie für die gesamte Serie müde zu machen. Man sah dann, dass wir mehr Sprit im Tank hatten und dadurch die Serie holen konnten.»
Im Team war nach dem verlorenen Auswärtsspiel eine gewisse Anspannung da. «Das Vertrauen überwog aber gegen die Nervosität: Man trainiert ein ganzes Jahr, damit man so etwas erlebt. Und man sieht, ob ein Team soweit ist, den Charaktertest zu überstehen, die Vorfreude war gross.»
Vor dem fünften Spiel hatten beide Mannschaften jeweils ihre Heimspiele gewonnen … und daran sollte sich auch im fünften Match nichts ändern. Der erste Treffer gelang Robin Nyffeler in der 28. Minute und in der 32. Minute folgte sein zweites Tor. In der 44. Minute erzielte Timo Braus den 3:0-Schlussstand.
Ausgeglichene Liga
Letztlich waren alle Serien eng, auch jene, zwischen dem EHC Thun und dem EHC Frauenfeld, die nach drei Spielen entschieden waren. «Auch in dieser Serie erfolgten keine hohen Siege», analysiert Daniel Bieri. Auch der EHC Chur gegen den SC Langenthal erstreckte sich – bei zwei knappen Resultaten – über vier Spiele und der EHC Seewen und der EHC Arosa duellierten sich über die Volldistanz.
«Man kann in den Playoffs auch einmal hoch gewinnen, man darf aber nur an den Sieg denken, nicht ans Resultat.» Dies gilt auch für die Serie gegen den EHC Seewen. In der Qualifikation trennten den Tabellenzweiten Hockey Huttwil nur gerade drei Zähler zwischen den Schwyzern, die auf Rang drei folgten.
«Extrem interessante Matches»
Hockey Huttwil-Trainer Daniel Bieri ist sehr optimistisch: «Ich hoffe, dass das Team wieder grösser wird und wir die Kräfte auch wieder sehr gut verteilen können. Wir haben immer extrem interessante Matchs gegen Seewen gespielt. Gleich wie wir schiessen sie viele Tore.» Mit 145 Toren traf Huttwil in der Qualifikation am häufigsten und Seewen mit 133 Treffern am zweitmeisten.
«Man sagt immer, dass die Titel in der Defensive gewonnen werden. Wir legen Wert darauf, dass wir in der Defensiv sehr stabil sind und offensiv die Tore schiessen.»
Dass beide Teams fünf Spiele für den Halbfinal-Einzug brauchten, sei kein Nachteil: «Ich habe immer den grösseren Respekt davor, wenn eine Serie nach drei Spielen fertig ist, weil wenn man über fünf Matches geht, die Intensität und der Rhythmus grösser sind. Es ist aber gar nicht so entscheidend. Wir haben in dieser Serie auch noch den Donnerstag frei. Es wäre also kräftemässig auch kein Nachteil gewesen, wenn wir auf Thun getroffen wären. Man ist sich das gewohnt und man hat dafür trainiert.»
Kinder unter 16 Jahren mit freiem Eintritt
Morgen Samstag, zum ersten Halbfinalspiel, haben alle Schulkinder bis 16 Jahren freien Eintritt. Diese werden eine gut vorbereitete Heimmannschaft sehen: «Ich hatte das Auge immer auch auf der Serie von Seewen. In dieser Woche schaue ich mir ihre Viertelfinal-Matches noch einmal per Video an und ich werde mir auch jene ansehen, die sie gegen uns gespielt haben.»
In der Qualifikation trafen die beiden Teams je einmal auf eigenem Eis aufeinander. In beiden Fällen siegte jeweils die Auswärtsmannschaft. «Ich rechne mit einer sehr ausgeglichenen Serie, es waren sehr schnelle Spiele. Wir müssen darauf achten, dass wir von Beginn weg konzentriert sind. Der Motor muss am Samstag um 17:30 angehen.»
Publikums-Stimmung wichtig
In drei der fünf Viertelfinal-Spiele ging der EHC Seewen in die Verlängerung; zweimal gingen die Zentralschweizer als Sieger hervor. «Es gibt ihnen Energie und Schub.» Doch es gelte, auf sich selbst zu achten. «Wir machen unsere Sachen mit Überzeugung. Wenn wir unsere Leistung bringen können, gehen wir als Sieger vom Eis.»
Der Heimvorteil ist auch betreffend der Reisen und der Regeneration wichtig. «Und auch wegen der Stimmung, die wir vom eigenen Publikum erhalten dürfen. Daraus nehmen wir den Schub. Wir sehen das als Vorteil und nicht als Druck.»
Für Hockey Huttwil spricht: «Wir sind eines der Team, das Schlittschuhläuferisch am besten ist, wir verfügen über einen grossen Speed, wir können über vier Blöcke Tore schiessen und sind dadurch unberechenbar. Wir machen viele Positionswechsel innerhalb eines Shifts, deshalb ist es schwierig, gegen uns zu verteidigen; wir spielen ein modernes Hockey.»
Gegenwärtig ist die vertragliche Situation für nächste Saison noch offen, «Gespräche werden stattfinden.»
Daniel Gerber