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Hockey Huttwil vs EHC Frauenfeld
Hockey Huttwil vor Heimspiel gegen den EHC Frauenfeld
Michael Lüdi: «Wir können die Spiele über vier Linien entscheiden»
Vier Siege, zwölf Punkte und ein Torverhältnis von 23:6 Tore. Hockey Huttwil ist der Saisonstart mehr als gelungen. Nach dem perfekten Saisonstart wartet mit dem EHC Frauenfeld ein Spitzenkampf. Hockey Huttwil-Stürmer Michael Lüdi erwartet ein intensives Spiel mit Derbycharakter; auch wegen der Erinnerungen an das emotionale Playoff-Duell der Vorsaison.
«Der Saisonstart ist gelungen», bilanziert Hockey Huttwil-Stürmer Michael Lüdi. «Wir konnten die ersten vier Spiele gewinnen und dort anknüpfen, wo wir letzte Saison aufgehört haben. In der Vorbereitung hatten wir Mühe mit dem Toreschiessen, das wollten wir zum Saisonstart hin verbessern.» Dies ist mit 23:6-Toren zum Auftakt einwandfrei gelungen.
Ausserdem ist das sich-finden zum Saisonstart durch die Integration von jeweils neuen Spielern ein normaler Prozess. «Es ist immer so: Wenn das Team etwas umgestellt wird, dauert es eine gewisse Zeit, bis sich die neuen Spieler an das System gewöhnt haben.»
Power über vier Linien
Bereits nach wenigen Runden kristallisiert sich eine Stärke heraus: «Wir haben einiges, das sehr gut funktioniert. Die erste Linie war sehr produktiv, und auch die anderen Linien funktionieren gut. Wir sind breit abgestützt. Als gegen die Pikes die erste Linie nicht performte, machten es die anderen Linien. Wir können die Spiele über vier Linien entscheiden und nicht nur über eine. Wichtig ist einfach, dass eine Linie performt.»
Gleichzeitig gibt es noch Raum für Weiterentwicklungen. «An der Disziplin können wir noch etwas feilen, wir nehmen noch zu viele Strafen. Und hinten in der Angriffsauslösung haben wir auch noch Potenzial. Und wir müssen schauen, dass wir die Form behalten können.»
Sicherheit und ein gutes Gefühl
Der Start ist Hockey Huttwil gelungen. «Es ist sicher positiv, wenn man die ersten paar Spiele gewinnen kann», ordnet Michael Lüdi den Saisonstart ein. «Das gibt einem ein gutes Gefühl und Sicherheit. Es birgt aber auch die Gefahr, dass man sich gehen lässt. Da wollen wir ansetzen und versuchen, uns weiter zu steigern; auch wenn es von Anfang an gut läuft. Wir wollen den eigenen Massstab hochsetzen und uns immer wieder pushen, um uns zu verbessern.»
Mit dem EHC Frauenfeld wartet nun ein erster, regelrechter Spitzenkampf; mit zehn Punkten auf dem Konto liegen die Ostschweizer auf dem zweiten Rang und somit direkt hinter Hockey Huttwil. «Es wird sehr viele Emotionen geben, ein schnelles und intensives Spiel. Sie sind noch etwas stärker geworden. Man könnte sogar von einem Derbycharakter sprechen, es sind jeweils schnelle Matches. Sie haben auch ein paar Spieler, die gut und hart spielen können. Letzte Saison sind wir im Viertelfinal gegen sie angetreten und wir durften gewinnen. Deshalb gehe ich davon aus, dass sie noch eine Rechnung mit uns offen haben und umso mehr motiviert sind.»
Kampfgeist führt zu Derbycharakter
Der EHC Frauenfeld ist laut Michael Lüdi ähnlich wie Hockey Huttwil zu charakterisieren; deshalb auch der erwähnte Derbycharakter der Begegnungen: «Sie kämpfen und geben nicht einfach auf. Sie hören erst auf zu kämpfen, wenn die 60 Minuten vorüber sind. Wenn zwei solche Teams mit solchen Charaktereigenschaften aufeinandertreffen, dann sind die Spiele intensiv und auch technisch sehr stark. Darum sind dies immer spannende Spiele.»
Wichtig ist, dem Gegner nicht zu viel Raum zu lassen. «Wenn man sie ein wenig ins Spiel kommen lässt, wird es gefährlich ‘wie nä More.’ Wenn man ihnen etwas Schnur gibt, nehmen sie diese sofort. Deshalb müssen wir schauen, dass wir diszipliniert spielen. Sie sind breit aufgestellt und konnten noch ein paar gute, versierte Spieler holen, auf die wir ein Auge haben müssen.»
Noch eine Rechnung offen
In besonderer Erinnerung gegen die Ostschweizer bleibt das letzte Spiel in den Playoff-Viertelfinals der vergangenen Saison. «Das war sehr emotional war und ich wurde bei diesem Match schlussendlich zum Publikumsliebling. Sie lagen 2:0 vorne und wir haben das Spiel noch gedreht. Das tat auf ihrer Seite sicher extrem weh. Deshalb haben sie bestimmt noch eine Rechnung mit uns offen.»
Damals zog Huttwil mit 3:1-Siegen ins Halbfinale ein.
Seit sieben Saisons im Team
Seit mittlerweile sieben Saisons steht Michael Lüdi im Kader von Hockey Huttwil, ursprünglich machte er auch seine ersten Hockey-Schritte beim EHC Napf: «Das Team macht es aus, dass man immer wieder gerne die Giele sieht, in die Garderobe geht und die Saison in Angriff nimmt.»
Neben seiner harten Arbeit auf dem Eis – Michael Lüdi ist Topskorer von Hockey Huttwil – ist er bei «Bern Expo» im Facility Management in der Administration tätig. Michael Lüdi: «Ich habe einen sehr abwechslungsreichen Job!»
Daniel Gerber




























