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Hockey Huttwil vs EHC Frauenfeld
«Komm, wir gehen Huttu go luege»
«Ich habe eine sehr grosse Vorfreude», sagt Hockey-Huttwil-Captain Michael Minder vor dem Playoff-Start. Nach einer starken zweiten Saisonhälfte fühlt sich das Team bereit. Die Stimmung ist top, der Wille gross – jetzt soll in der schönsten Zeit des Jahres etwas bewegt werden.
«Ich habe eine sehr grosse Vorfreude», blickt Hockey Huttwil-Captain Michael Minder nach vorne. «Endlich geht es los, für uns ist es die schönste Zeit im Jahr und wir haben auch den Willen etwas zu reissen.»
Die Stimmung im Team ist ausgezeichnet. «Wir haben sehr positive Gefühle. Wir haben bis jetzt eine gute Saison. Am Anfang hatten wir ein wenig Ups und Downs und brachten die Konstanz nicht so hin. Doch ab Mitte Saison fruchtete der Lernprozess, wir wuchsen als Team zusammen, arbeiteten bewusst an den Sachen, die wir optimieren mussten und wir konnten uns stets verbessern.»
Bereit nach langer Pause
Hockey Huttwil blickt fast auf eine kleine Sommerpause seit dem letzten Qualifikationsspiel bis hin zum Auftakt in die Playoffs. Dies weil die Mannschaft von Trainer Daniel Bieri just in der letzten Quali-Runde jene Mannschaft war, die spielfrei hatte. In den Play-Ins nicht engagiert, warteten somit zweieinhalb Wochen ohne Duell.
«Das dauerte aussergewöhnlich lange, aber wir nahmen es sehr positiv», bilanziert Michael Minder. «Wir hatten Spieler, die angeschlagen oder verletzt waren oder die aus einer Verletzung herauskamen. Es war sehr gut, dass sie das auskurieren konnten. Wir wussten bald, wer der Gegner im Viertelfinal sein wird. Dementsprechend konnten wir uns früh vorbereiten und den letzten Schliff holen. Es war eine positive Zeit, die wir gut nutzen kann.»
«Gegner über gesamte Distanz abarbeiten»
Zwei der drei Duelle gegen den EHC Frauenfeld konnte Hockey Huttwil für sich entscheiden; und auch der zuletzt deutliche 8:3-Sieg erforderte eine hartes Stück Arbeit, zur Spielmitte lautete der Zwischenstand «erst» 3:2 und in der 47. Minute fighteten sich die Ostschweizer wieder auf 5:3 heran. Michael Minder: «Die Matches gegen den EHC Frauenfeld waren meist eng, sehr umkämpft und physisch. Wir wissen auch, was ihre Stärken sind, aber wir kennen auch die unsrigen. Wir werden alles dafür geben, dass wir ihnen unser Spiel aufzwingen können um unsere Vorteile ihnen gegenüber auszuspielen.»
Was die bezüglich dem EHC Frauenfeld bedeutet, gelte für die meisten Equipen in der Liga: «Es gilt gegenüber fast allen gegnerischen Mannschaften: Wir sind über vier Linien sehr breit aufgestellt. Wir kennen nicht manches Team, das vom ganzen System her so breit besetzt ist. Alle Linien können Spiele entscheiden. Und es ist nicht so, dass nur die erste und zweite Liene die Tore schiessen und die dritte und vierte Linie halten das Resultat. Das ist sicher ein sehr grosser Vorteil von uns, weil wir die Pace hochhalten können.» Das bedeutet über den ganzen Match gesehen: «Wir wissen, dass wir die Spiele nicht im ersten und zweiten Drittel entscheiden, sondern über die Distanz. Wir sind überzeugt, dass wir mehr im Tank haben und den Gegner über die gesamte Distanz abarbeiten können.»
«Immer sehr umkämpft»
Die Begegnungen gegen den EHC Frauenfeld waren immer sehr umkämpft, analysiert Michael Minder. «Mit diesem Wissen gehen wir in die Serie, es werden körperbetonte Spiel und wir werden versuchen, Stiche zu setzen und es wird zwischendurch auch etwas rumpeln.»
Zu den Charakteristiken des Viertelfinal-Gegners gehört: «Sehr viele ihrer Tore schiessen sie aus Kontern heraus. Darauf werden wir ein Augenmerk haben, damit wir ihnen nicht einfache Scheiben schenken und es nachher gefährlich wird für uns.»
Ziel: Das letzte Playoff-Spiel gewinnen
Die Playoffs beginnen diesen Samstag und sie sollen möglichst lange dauern. «Das übergeordnete und langfristige Ziel ist, das letzte Playoff-Spiel in dieser Saison zu gewinnen. Das ist schlussendlich das Ziel jeder Mannschaft in den Playoffs», blickt Michael Minder nach vorne. «Man ist nicht zufrieden, wenn man im Halbfinal verliert. Die Lernprozesse aus der laufenden Saison werden wir in diesem Monat, wo es maximal rund geht, in die Waagschale werfen. Das ist aber ein sehr langer Weg, der vor einem liegt. Fakt ist: Wir wollen am Samstag einen guten Start haben, wollen die Freude, den Ehrgeiz in die Viertelfinalserie mitnehmen. Wir orientieren uns noch nicht weiter. Nun gilt es, Schritt für Schritt zu nehmen, der erste folgt am Samstag.»
Michael Minder wünscht sich möglichst viele Besucher in den Playoffs. «Wir hoffen, dass wir die Leute ‘gluschtig’ machen konnten und dass jetzt, wo es in die entscheidende Phase geht, der ein oder andere sagt: ‘Komm, wir gehen heute Huttu go luege’. Die Besucher sind ein Boost für uns und wir hoffen, mit guten Leistungen die Zahl noch hochschrauben.»
Daniel Gerber




























