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Hockey Huttwil vor Heimspiel gegen den EHC Dübendorf

Der Leader trifft auf den torgefährlichsten Verfolger

Der Leader trifft auf seinen hartnäckigsten Verfolger: Hockey Huttwil empfängt den EHC Dübendorf zum Spitzenkampf. Die Zürcher sind seit acht Spielen ungeschlagen und treffen besonders oft. Hockey Huttwil-Stürmer Rui Zryd erwartet ein Duell auf hohem Niveau.

Das erste Meisterschaftsduell zwischen Hockey Huttwil und dem EHC Seewen war eine Achterbahnfahrt: 1:0-Führung, 1:2 und 2:3-Rückstand und zuletzt ein 5:3-Sieg. Nach neun Runden steht Hockey Huttwil ganz oben in der Tabelle. Die Mannschaft ist in voller Fahrt.

«Grundsätzlich hatten wir einen positiven Start mit der Siegesserie, und nach der Niederlage gegen Franches konnten wir wieder siegen. Aber es gibt noch Luft nach oben», fasst Rui Zryd das bisher Geschehene der laufenden Saison zusammen. «Was sicher sehr gut war, ist die Abstimmung untereinander, die recht schnell gegriffen hat. Die Defensive ist sehr gut, wir lassen nicht viele Chancen und nur sehr wenige Tore zu. Da arbeiten wir sehr gut.»

Noch etwas zulegen könne man vor dem gegnerischen Gehäuse. «Beim Abschlussverhalten vor dem Tor und bei der Effizienz haben wir noch Verbesserungspotenzial. Die Abstimmung ist für so früh in der Saison nicht schlecht, aber im Hinblick auf das Saisonende ist ebenfalls noch Potenzial da. Das braucht aber seine Zeit.»

«Wollen Rang verteidigen»

Die Tabelle bezeichnet Rui Zryd als noch nicht sehr aussagekräftig. Es ist alles noch recht eng und die Unterschiede sind noch nicht so gross. Aber Hockey Huttwil steht ganz oben, «wir wollen den Rang verteidigen.»

Anders als in der vergangenen Saison, da fand die Mannschaft den Tritt im Spätherbst. Dieses Mal findet man beim Blick nach vorne kein anderes Team, im Rückspiegel dagegen sind elf andere Equipen zu sehen. Allerdings: «Wir wussten auch letzte Saison, was unsere Qualitäten sind, wir hatten aber ein wenig Mühe, diese aufs Eis zu bringen. Natürlich ist man leicht positiver, wenn es gut läuft. Aber wir waren auch letzte Saison nie negativ.»

Spitzenkampf gegen Dübendorf

Und wenn Hockey Huttwil in den Rückspiegel blickt, ist eine Mannschaft ganz nahe aufgerückt: Der aktuelle Gegner EHC Dübendorf. «Sie haben sich recht verstärkt und wir hatten in der Vorbereitung recht auf den Deckel bekommen», erinnert sich Rui Zryd. Gleich mit 7:1-Toren hatten sich die Zürcher in der Vorbereitung gegen Huttwil durchgesetzt.

Und auch in der Meisterschaft hat sich Dübendorf nicht lumpen lassen: «Wenn man die bisherigen Resultate anschaut, spielen sie sehr gutes Hockey. Ich spiele gerne Spitzenspiele, das macht Spass. Das Niveau ist hoch und es geht um etwas.»

Sehr torgefährlich

Mit 43 Treffern ist der EHCD gegenwärtig das torgefährlichste Team der Liga, gefolgt von Huttwil mit 39 Goals. Rui Zryd: «Im Normalfall sind sie technisch und läuferisch recht gut. Sie haben ein paar routinierte Spieler, die schon auf hohem Niveau gespielt haben und welche die Mannschaft voranbringen können.» Dübendorf ist nun seit acht Spielen ungeschlagen.

In den Begegnungen zwischen den beiden Equipen wird es kaum langweilig. «Es gibt immer viele Tore, wir sind eine offensive Mannschaft und sie sind es auch.» So ist Rui Zryd noch eine Playoff-Begegnung aus der Saison 2024/25 in Erinnerung: «Das vierte Spiel in Dübendorf, das wir in der Verlängerung mit 7:6 gewonnen haben, war ein interessantes Spiel.» Damit hatte Huttwil die Serie mit 3:1-Siegen gewonnen und den Sprung ins Halbfinale geschafft.

Anschliessend wartet Pause

Die Liga empfindet Rui Zryd als «noch einmal enger, aber sonst hat sich nicht extrem viel verändert, auch wenn Winterthur nun dazugekommen ist. Das Niveau ist sehr gut.»

Nach dem Duell gegen Traditionsteam Dübendorf – die Zürcher waren 2018 der erste Titelträger der neuen Liga – wartet eine einwöchige Pause. «Das ist gut, dann haben wir ein Training mehr, um Sachen zu verbessern, die noch nicht so gut gelaufen sind. Eine Woche Pause ist nicht schlecht.»

Anschliessend folgt die Reise zum EHC Winterthur, der bislang noch nicht in dieser Liga vertreten war. «Ich freue mich definitiv darauf. Es ist aber noch schwer einzuschätzen, weil wir noch nie gegen sie gespielt haben. Resultatmässig haben sie alles gezeigt, sie haben gute Mannschaften geschlagen, aber gegen schwächere zu kämpfen gehabt. Das wird sicher ein cooler Match.»

Neben dem Eis arbeitet Rui Zryd bei «Habisreutinger Gebäudehülle» in Huttwil im Büro und wohnt in Eriswil.

Daniel Gerber


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