- Matchvorschau
Hockey Huttwil vs EHC Dübendorf
Hockey Huttwil will möglichst lang im Tunnel bleiben
Morgen Samstagabend empfängt Hockey Huttwil den EHC Dübendorf zum zweiten Heimspiel in der Playoff-Viertelfinal-Serie. Das Team will nach dem 1:1-Ausgleich erneut vorlegen. Hockey Huttwil-Stürmer Michael Ruch ist zuversichtlich: «Ich schaue positiv auf das zweite Heimspiel. Wir wollen die Serie möglichst rasch zu beenden. Deshalb ist es wichtig, den Heimvorteil zu nutzen.»
Im ersten Heimspiel in der Viertelfinal-Serie gegen den EHC Dübendorf tat Hockey Huttwil-Stürmer Michael Ruch alles, was ein Eishockey-Spieler am Abend zu tun hat: Er nahm eine Strafe und sorgte kurz danach für ein Tor, das sich in der Endabrechnung des ersten Duells als Game-Winning-Goal entpuppte.
Für den Sieg sei letztlich ist die Team-Leistung verantwortlich, erklärt Michael Ruch. «Damit man ein Tor schiesst, braucht es Mitspieler: Einer der fünf schiesst das Tor, schlussendlich ist es ein Team-Sport. Wir siegen zusammen und wir verlieren zusammen.»
Arbeitssieg auf eigenem Eis
Auch im zweiten Heimspiel will Hockey Huttwil natürlich die Nase vorne haben und in der Serie auf eigenem Eis wieder in Führung gehen. Das erste Spiel auf eigenem Eis gegen Dübendorf war recht ruhig, bilanziert Michael Ruch: «Es war angenehm zu spielen und physisch sowie körperlich nicht extrem hart. Wir sind gut gestartet und haben das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Der Torhüter hielt uns hinten im Spiel, vorne hatten wir noch etwas Mühe beim Toreschiessen und dem herausholen von zwingenden Torchancen. Es war ein Arbeitssieg, bei dem wir bis zuletzt hart daran arbeiten mussten.»
Spielaufbau wohl früher gestört
Auf das dritte Spiel hin können sich die Mannschaften noch besser aufeinander vorbereiten. Michael Ruch: «Durch die Videos können sie sich noch mehr auf uns einstellen und wir uns mehr um sie. Je länger die Serie geht, je physischer wird sie. Es gibt mehr kleine Mätzchen und Trash-Talk. Es gilt, einen kühlen Kopf zu bewahren.»
Hockey Huttwil kommt entgegen, dass beide Mannschaften die Lösungen mit spielerischen Mitteln suchen. Daran wird sich noch wohl auch im dritten Match dieser Playoff-Serie nichts ändern: «Sie werden nicht das ganze System in zwei, drei Tagen ändern.» Mit einem Unterschied im Vergleich zum ersten Heimspiel wird wohl aber zu rechnen sein: «Sie werden wohl früher stören und mehr auf den Körper spielen. Darauf müssen wir uns vorbereiten, es wird wohl etwas physischer.»
Enge Duelle gegen Dübendorf
Der Aufsteiger EHC Dübendorf zeigte bislang eine starke Saison, insbesondere mit dem sechsten Rang in der Qualifikation. Allerdings ist der EHCD sicher nicht ein klassischer Aufsteiger, der sich zunächst mehrere Saisons lang an die neue Liga herantasten muss: Die Mannschaft war nur eine Saison lang in der unteren Liga und gehörte vorher 36 Jahre lang zur dritthöchsten Spielklasse.
Dübendorf verstrickte Hockey Huttwil in der Qualifikation in zwei enge Spiele: Sie siegten mit 3:2-Toren (nach einer 2:0-Führung der Huttwiler) im ersten Match. Im zweiten Duell siegte Huttwil. Allerdings musste zunächst ein Rückstand ausgeglichen werden und nach zwei Dritteln lautete die Führung 2:1, ehe nach dem Schlussdrittel ein 5:1 auf der Anzeigentafel prangte.
Auch das erste Heimspiel in der Serie gegen Dübendorf war enger, als das 3:0 vermuten lässt: Das 1:0 gelang im Mitteldrittel und das 2:0 war in der 58. Minute ein Treffer ins leere Tor, da Dübendorf den Goalie herausgenommen hatte, um mit einem sechsten Feldspieler den Ausgleich zu suchen. Im zweiten Playoff-Viertelfinal-Spiel lag Huttwil zunächst 0:2 zurück, dann schaffte das Team den 2:2-Ausgleich, musste sich danach aber mit 2:3 geschlagen geben. Auch im zweiten Heimspiel in der Serie dürfte die Spannung gross sein.
Positiv vor dem zweiten Heimspiel
Michael Ruch blickt zuversichtlich auf den zweiten Vergleich in der eigenen Halle: «Ich schaue positiv auf das zweite Heimspiel. Das Ziel ist, die Serie möglichst rasch zu beenden, damit wir uns vor dem Halbfinale etwas ausruhen können. Deshalb ist es wichtig, den Heimvorteil zu nutzen.»
Auf eigenem Eis in Huttwil fühlt man sich daheim, sagt Michael Ruch. «Man hat mehr Fans, die man im Rücken hat und man fühlt sich daheim, weil man hier trainiert. Aber mental sind wir stark genug, dass wir auch auswärts gut sein können.»
Nicht alles für Playoffs ändern
Die Playoffs sind intensiv getaktet: Nach dem Beginn am Dienstag folgte am Donnerstag die zweite Viertelfinal-Runde und morgen Samstag wartet nun bereits das zweite Heimspiel in dieser Serie. «Es gilt gut trainieren, gut erholen, gut essen und gut schlafen», so Michael Ruch. «Man muss nicht alles ändern für die Playoffs, aber man muss etwas mehr auf den Körper schauen. Das erste Spiel der Serie ist etwas Besonderes, aber dann ist man in dem Tunnel drinnen – und in diesem wollen wir bis Ende März sein und wollen dann als Team etwas feiern …»
Seit die Mannschaft seit 2018/19 als Hockey Huttwil antritt, wurde erreichte sie dreimal das Halbfinale und einmal das Finale (die beiden anderen Saison wurden wegen dem Corona-Virus nicht zu fertig gespielt).
Der Vertrag von Michael Ruch läuft Ende Saison aus. Er ist seit 2018 im Team. «Innerhalb der Liga würde ich nicht das Team wechseln.» Die etwas entferntere Zukunft ist noch offen – in der näheren soll aber die Fahrt im erwähnten Tunnel möglichst lange fortgesetzt werden.
Daniel Gerber