- Matchvorschau
Hockey Huttwil vs EHC Arosa
Im letzten Duell des Jahres 2023 empfängt Hockey Huttwil den EHC Arosa. Stürmer Yannick Lerch will vor Weihnachten noch einmal gewinnen. Die Bündner treten physisch stark an, «wir müssen probieren mit viel Speed und einfachen Sachen den Sieg für uns zu holen.»
«Wir hatten eine sensationelle Siegesserie mit 13 Erfolgen in Serie. Wir erwischten nicht immer den perfekten Start, doch wir konnten jeweils wieder zurückkommen», erinnert sich Hockey Huttwil-Stürmer Yannick Lerch. «In den letzten Matches merkten wir nun, dass wir wieder etwas mehr investieren müssen und dass es nicht von allein geht. Das kann im Unterbewusstsein liegen, auch wenn man es versucht auszuschalten. Es gab Spiele wo wir plötzlich mit 0:2-Toren hinten lagen und wir den Sieg dennoch holen konnten.»
Doch dann, im Heimspiel gegen den EHC Seewen musste sich das Team erstmals nach der 0:1-Niederlage gegen den EHC Thun (am 27. September) wieder geschlagen geben.
Reminder auf der Anzeigetafel
Ein rechtzeitiger Reminder auf der Anzeigetafel? Yannick Lerch bilanziert: «Ja, der Zeitpunkt war nicht schlecht, dass wir am Boden der Realität angelangt sind und wir wissen, dass die anderen auch ‘hockeyle’ können. Das ist besser als kurz vor den Playoffs. Es braucht 100 Prozent Leistung, weil fast jeder jeden schlagen kann. In der laufenden Woche haben wir nun mit dem EHC Thun und dem EHC Arosa zwei starke Gegner.»
«Immer heisse Duelle»
Gegen den EHC Arosa trägt Hockey Huttwil immer wieder heisse Duelle aus, sagt Yannick Lerch. «In diesem Jahr konnten wir das erste Spiel zu unseren Gunsten entscheiden, aber es sind immer sehr knappe und umstrittene Matches. Sie spielen sehr hart – wir müssen probieren mit viel Speed und einfachen Sachen den Sieg für uns zu holen.»
Der Heimvorteil ist in dieser Begegnung wichtig. «Es isti immer speziell in Arosa zu spielen, der Weg beansprucht viel Zeit und die Spiele beginnen dort immer sehr spät, gerade wenn man fast den ganzen Tag unterwegs ist. Aber es macht immer Spass, gegen einen solchen Gegner anzutreten, der einem auf Augenhöhe entgegenkommt.»
Heimvorteil
Der Weg ist in den Kraftproben mit dem EHC Arosa eine Herausforderung – diesmal somit für die Mannschaft aus dem Kanton Graubünden; auch wenn es an einem Samstag ist. «Die meisten Spieler in dieser Liga arbeiten zu 100 Prozent.» Nach einem Arosa-Spiel steigt man nach dem Match in den Car, kommt nachts um drei Uhr zuhause an und muss am Morgen wieder arbeiten.
Yannick Lerch ordnet ein: «Sie sind nicht in unserer Regional-Gruppe, somit spielt man nur einmal daheim und einmal auswärts gegen sie. Der Heimvorteil ist da ein Pluspunkt, man sitzt lange im Car und kann die Beine kaum bewegen – so etwas kann den Unterschied ausmachen.»
Power über 60 Minuten
Der EHC Arosa tritt wie erwähnt physisch und kämpferisch auf. «Wenn wir smart spielen, können wir da gegen sie rausholen.» Hilfreich ist, dass das Team auf diese Saison hin ruhiger geworden ist und nicht gleich hektisch wird. «Auch wenn wir nach 40 Minuten noch hinten liegen, können wir das verarbeiten. Wir können das Spiel während 60 Minuten über vier Linien durchziehen. Das ist bei manchen Teams nicht selbstverständlich – manche wechseln auf drei Linien und wenn es knapp wird auf zwei.»
Besonderer Jahresabschluss
Das letzte Duell im Jahr 2023 wird somit auf eigenem Eis gegen den EHC Arosa ausgetragen. «Es ist etwas Spezielle. Wir wollen einen guten Jahresabschluss liefern. Das Spiel am 23. Dezember vor Weihnachten ist sowieso etwas Besonderes, wir wollen es mit einem Sieg abschliessen. Wir hoffen auf viele Zuschauer, wir sind sportlich hier die Mannschaft, die auf dem höchsten Level spielt. Es wäre toll, wenn die Leute in Huttwil ‘t Giele’ unterstützen kommen.»
Das Team liegt in der Tabelle auf Rang 2. «Unser Zielt ist die Playoffs mit Heimvorteil beginnen zu können. Wir denken nicht zu weit, denn auch mit einem ersten oder zweiten Platz ist man noch nicht der Favorit auf den ‘Chübel’. Der erste Schritt ist, die Qualifikation gut abzuschliessen, danach schauen wir weiter.»
Huttwil als Herzensverein
Yannick Lerch spielte verschiedentlich in der Swiss League, er hat jedoch nicht mehr vor, nach oben zu wechseln. Mit den Personen, die jetzt hier sind, macht es Freude. «Und Huttwil ist mein Herzensverein. Ich habe nicht den Anspruch raufzugehen, in zwei Monaten werde ich 26 Jahre alt.» Auch beruflich ist er gut abgedeckt: «Ich arbeite bei der Emil Frey AG in der internen Leasingbank und bin für die Händlerbetreuung zuständig und daher recht viel in der Schweiz unterwegs.» Ausser nun an diesem Samstag, dann empfängt Yannick Lerch die weitgereisten Gäste aus Arosa.
Daniel Gerber