- Matchvorschau
Hochey Huttwil vs HC Franches-Montagne
Im Direktduell gegen die starken Westschweizer aus Franches-Montagnes will sich Hockey Huttwil vom Mittelfeld absetzen. Mit sieben Siegen aus acht Spielen ist das Team auf Kurs: «Ich bin sehr zufrieden mit dem Start», bilanziert Huttwil-Stürmer Robin Nyffeler.
Hockey Huttwil liegt mit nur zwei Zählern Rückstand auf Leader EHC Chur auf dem zweiten Rang … und blickt dem Tabellenersten über die Schulter auf die Top-Position. «Anfangs Saison hätten wir etwas häufiger drei Punkte einfahren können», analysiert Huttwil-Stürmer Robin Nyffeler nach einem Viertel der Qualifikation. Denn in den ersten fünf Spielen siegte seine Mannschaft dreimal in der Overtime oder nach Penalty-Schiessen. «Das Team ist näher zusammen, als in der vergangenen Saison, ich bin zufrieden mit dem Start, es macht richtig Spass.»
Punkte programmiert
Geht Hockey Huttwil aufs Eis, gibt es Punkte. «Das überrascht nicht unbedingt, es ist die Kehrseite der vergangenen Saison. Damals hatten wir auch viele gute Spiele.» Doch diese kippten verschiedentlich auf die Seite des Gegners. «Nun haben wir diese Spiele heimgebracht und es hat sich – im positiven Sinne – eine Selbstverständlichkeit eingeschlichen. Das soll nicht überheblich klingen, sondern wir wissen, was wir können, und das spielen wir im Moment. Die Pucks fallen rein, da müssen wir dranbleiben.»
Stärke aus Cup-Niederlage
Im Cup-Achtelfinale musste sich Hockey Huttwil erst vor Kurzem im Achtelfinale dem EHC Winterthur mit nur einem Tor Unterschied beugen; obschon das Team aus der sechstgrössten Stadt der Schweiz in der Top-4 in der Swiss League liegt. «Wir wussten, dass etwas drin liegt, wenn wir unser bestes Hockey zeigen. Dennoch starteten wir etwas nervös», lässt Robin Nyffeler diesen aussergewöhnlichen Abend noch einmal Revue passieren. «Sie gingen mit 3:0-Toren in Führung. Wir sagten in der Pause; dass da etwas drin liegt. Dann konnten wir das Spiel recht ausgeglichen gestalten.» Zuletzt verlor Huttwil mit 3:4-Toren. «Nach dem Match hat uns das gewurmt, wir hätten einen Höherklassigen rausschmeissen können. Doch im Nachhinein sind wir auch stolz auf das, was wir gezeigt haben.» Das kraftvolle Entgegenhalten gegen das stark gewordene «Winti» zeigt Huttwil, dass in dieser Saison viel möglich ist.
«Es tut weh, wenn man gegen sie spielt»
Nun wartet erneut ein starker Gegner, diesmal aus dem Jura. Der HC Franches-Montagnes ist auf die letzte Saison hin in die My Hockey-League aufgestiegen. «Sie sind immer ein schwieriger, hartnäckiger Gegner», weiss Robin Nyffeler. «Es sind gute Spiele zum Zuschauen, es ist jeweils etwas los und wir werden bereit sein. Sie sind effizient und brauchen nur wenige Chancen vor ihrem Tor. Ausserdem sind sie bissig. Wenn man gegen sie spielt, es tut ab und zu etwas weh. Manchmal sind die Gemüter auch erhitzt.»
Schon in der vergangenen Saison waren die Duelle zwischen den beiden Equipen äusserst eng – noch knapper geht fast nicht mehr: Drei der vier Spiele wurden erst in der Overtime entschieden. Und die einzige Kraftprobe, die nach 60 Minuten endete, entschied Hockey Huttwil mit nur einem Tor (5:4) für sich. Insgesamt verbuchten beide Mannschaften je zwei Siege.
«Wir wissen, was auf dem Spiel steht»
Gegenwärtig liegt der HC Franches-Montagnes mit 15 Punkten auf dem fünften Rang. Der Rückstand auf Huttwil beträgt aber nur gerade drei Zähler. Ein Sieg mit mehr als einem Tor Differenz würde die Romands sowohl in der Direktbegegnung (es ist ohnehin die erste der Saison), sowie bezüglich der Tordifferenz in der Tabelle an Hockey Huttwil vorbeitragen.
Andererseits würde ein Erfolg bereits einen gewissen Abstand auf dieses Team bedeuten und den Rang in der Spitzengruppe festigen. «Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Es könnte einen kleinen Gap geben.»
Die Teams liegen in der Tabelle immer noch sehr nahe beisammen. Mit dem ein und anderen Sieg ist eine Mannschaft rasch weit vorne oder nach zwei, drei Niederlagen bald wieder in Strichnähe. «Schlussendlich geht es darum, in jedem Spiel zu punkten. So ist man immer etwas unter Druck. Ich finde, dass das gar nicht so schlecht ist; man weiss, dass man sonst nach hinten wandert.»
«Es funktioniert im Team»
Robin Nyffeler stiess letzte Saison ganz zu Hockey Huttwil. «Ich war gut aufgenommen worden, mit vielen hatte ich bei den Juionren gespielt und mein Bruder ist auch da. Ich fühle mich hier in Huttwil sehr wohl.» Und auch seine Punkteausbeute lässt keinen Grund zur Klage aufkommen, Nyffeler liefert einen Punkt pro Match. «Besser geht immer, aber im Moment bin ich sehr zufrieden. Das Team uns unsere Linie funktionieren sehr gut.»
Daneben arbeitet er im Verkaufs-Innendienst bei «Moser/Baer AG» in Sumiswald. «Wir stellen Bahnhofsuhren nicht nur für die Schweiz her, sondern auch für Spitäler und Schulen im Ausland. Daneben fertigen wir auch Operationslehren für Ärzte; alles was man bei einer OP braucht, das ausserhalb des Körper ist. Man kann es sich beispielsweise in etwa so vorstellen, wie Schablonen, die anzeigen, wo man beim Knie bohren muss.»
Daniel Gerber