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Ein Langenthaler, der ein «Huttwiler» ist


Marco Meyer ist ein waschechter Langenthaler und doch ist er irgendwie ein «richtiger Huttwiler». Im September ist er mit Hockey Huttwil in die achte Saison gestartet. Im Alter von 20 Jahren wechselte er von den Elite-A-Junioren des EHC Biel zum EHC Brandis. Seither hat er seine gesamte Aktivkarriere mit Brandis und später mit Hockey Huttwil absolviert. Und der 27-jährige Stürmer hat noch nicht genug, will mit den Huttwilern weiterspielen und Erfolge feiern.

Nur das mit den Erfolgen will diese Saison noch nicht so richtig klappen. Die Truppe von Trainer Daniel Bieri hat sich in den ersten Meisterschaftsspielen enorm schwergetan und einige Partien ärgerlich und knapp verloren. Dabei sind sich die Eishockey-Experten einig: Hockey Huttwil verfügt über eine starke Truppe, die an der Spitze der MyHockey League mitspielen kann. Davon ist der Klub aber im Moment ein gutes Stück entfernt, weshalb sich die Frage aufdrängt, wo es denn momentan noch harzt?

Marco Meyer tut sich sichtlich schwer, diese simple Frage schlüssig zu beantworten. Kunststück, wenn er es so genau wüsste, würde Hockey Huttwil vermutlich rasch die hintere Tabellenregion verlassen. «Es ist nicht einfach, den schwachen Saisonstart zu begründen und richtig einzustufen», sagt der Stürmer. Vor allem falle ihm dies um so schwerer, «weil wir in vielen Partien zum Teil sehr gut gespielt haben», betont er. Betrachte man beispielsweise die defensive Arbeit, so könne man feststellen, dass Hockey Huttwil bislang nicht übermässig viele Tore kassiert habe und somit die defensive Leistung durchaus zufriedenstellend ausfalle. In der Tat: Vor dem Spiel am letzten Mittwoch gegen die Düdingen Bulls rangierte Hockey Huttwil an fünfter Stelle bei den kassierten Gegentoren (13 Gegentreffer) und damit deutlich weiter vorne als in der Rangliste nach Punkten.

Der Moment ist da, um etwas zu ändern
Aber vorne, da happert es bislang gewaltig, dessen ist sich auch Marco Meyer bewusst. Mit nur elf erzielten Toren haben die Huttwiler nach sechs Spieltagen zusammen mit Frauenfeld am wenigsten Treffer realisiert. Viel zu wenig für ein Team, das an der Tabellenspitze mitspielen möchte und vom Kader her auch dort mitspielen kann. Noch sei man nicht beunruhigt, versucht Marco Meyer die Lage nicht zu dramatisieren, gleichzeitig weiss aber auch er, dass es nicht länger so weitergehen kann. «Nein, jetzt ist der Moment gekommen, wo wir etwas ändern müssen», versucht er seine Mitspieler aufzurütteln.

Der Routinier im Team weiss, dass Korrekturen in erster Linie schon im Training erfolgen müssen. «Wir müssen bereits hier eine andere Haltung einnehmen und Tore unbedingt erzielen wollen, damit dies dann auch in den Spielen geschieht», sagt er. Vor dem gegnerischen Tor müsse man künftig mit noch mehr Biss agieren. Verbesserungspotenzial sieht er auch im Überzahlspiel, weil man hier während eines Spiels immer wieder die Möglichkeit erhalte, für eine Differenz zu sorgen. Meyer ist überzeugt, dass die Mannschaft über die entsprechenden Fähigkeiten verfügt. So spricht er von einer «geilen Truppe», über die man verfüge, die sich durch Ehrgeiz, Wille und einen starken Zusammenhalt auszeichne.

Jeder muss sein Potenzial ausschöpfen
Natürlich habe sich der schlechte Start vermutlich in den Hinterköpfen der Spieler ein wenig festgesetzt, «aber wir dürfen uns dadurch nicht nervös machen lassen, denn in vielen Spielen waren wir phasenweise sehr gut unterwegs», blickt er zurück. Es würden nur Kleinigkeiten fehlen, ein paar Details und vielleicht auch mal etwas Spielglück, gibt er zu verstehen. Dass er als Routinier in dieser Situation besonders gefragt ist, sei ihm durchaus bewusst, sagt Marco Meyer, um sogleich darauf hinzuweisen, «dass jeder im Team mitverantwortlich dafür ist, dass wir aus dieser Negativspirale herausfinden.» Wichtig sind laut Meyer jetzt einfach mal ein, zwei Erfolgserlebnisse, das würde das Selbstvertrauen stärken.

An seiner Einstellung und der Freude am Eishockey habe der schwache Saisonstart nichts geändert, betont der Huttwiler Stürmer, der sich beim Klub rundum wohl fühlt und von einer idealen Situation spricht, weil er bei einer Firma in Sumiswald in einer Vollzeitstelle als Sachbearbeiter Einkauf arbeitet und damit zwischen Wohn- (Langenthal), Arbeitsort und Eishockeyklub kurze Wege vorfindet, was den zeitlichen Aufwand in Grenzen hält. Deshalb könnte er sich vorstellen, noch weitere Jahre für Hockey Huttwil zu spielen.

Doch vorerst will Marco Meyer definitiv weg vom Tabellenende und dazu fordert er seine Mitspieler auf, den Teamgedanken komplett in den Vordergrund zu rücken: «Wir müssen bereit sein, die Fehler des anderen auszubügeln, aber vor allem muss jeder sein Potenzial ausschöpfen, was bedeutet, dass jeder Einzelne mit aller Konsequenz genau das macht, was er kann. Wenn wir das auf die Reihe kriegen und dazu auch einmal das Glück auf unserer Seite haben, dann werden wir in der Tabelle bald an einem anderen Ort anzutreffen sein», gibt sich der Stürmer kämpferisch.


Bildlegende: Ein «richtiger Huttwiler»: Der Langenthaler Stürmer Marco Meyer spielt bereits die achte Saison für Brandis oder Hockey Huttwil und hat noch lange nicht genug. Im Bild erzielt ert das 2:2 gegen Düdingen-Bulls. (Bild: Marcel Bieri)


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