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In den Playoffs muss man vieles einfach ausblenden

«In den Playoffs muss man vieles einfach ausblenden», sagt Max Dreier, seit drei Jahren Teammanager bei Hockey Huttwil. Gesagt hat er diesen Satz nach dem zweiten Playoff-Viertelfinalspiel der Huttwiler gegen Chur, das die Bieri-Truppe nach einer 3:0-Führung noch mit 3:5 verlor. Damit geht die Serie heute Abend im Campus Perspektiven weiter.

Hockey Huttwil stand beim zweiten Playoff-Viertelfinalspiel gegen Chur praktisch schon mit anderthalb Beinen im Halbfinal, denn zur Spielhälfte führte die Bieri-Truppe gegen die Bündner mit 3:0. Der Sieg schien nur noch eine Formsache zu sein, denn zu jenem Zeitpunkt hätte niemand im Campus Perspektiven auch nur einen Rappen auf die Bündner gewettet. Hockey Huttwiler trat zu dominant, Chur umständlich und harmlos auf. Eine Wende in diesem Spiel schien in weiter Ferne. Damit hätten die Huttwiler in der Serie mit 2:0 geführt und drei «Matchbälle» besessen.

Den Faden komplett verloren
Doch einmal mehr blieb sich die Huttwiler-Truppe ihrer Linie treu, die während der gesamten bisherigen Saison von einer gewisse Unkonstanz gekennzeichnet war. Nach dem eher unerwarteten Anschlusstreffer der Bündner fiel das Spiel der Huttwiler wie ein Kartenhaus zusammen. Die Mannschaft brachte während Minuten kein Bein mehr vor das andere, während die Bündner aus ihrer Lethargie erwachten und durch das erste Tor auch mächtig Aufwind erhielten. Es war nicht nur erstaunlich, sondern geradezu erschreckend anzusehen, wie dieses Team, das zuvor so souverän auftrat, komplett den Faden verlor und im Churer Sturmlauf überfordert war und brutal unterging. Die Folge war, dass die Gäste noch vor Ende des zweiten Drittels ausglichen und im Schlussabschnitt mit zwei weiteren Treffern sogar noch den Sieg bewerkstelligten. Zwar boten die Huttwiler im letzten Drittel eine deutliche Leistungssteigerung, scheiterten aber am zweiten grossen Manko, das diese Saison die Mannschaft begleitet, der Effizienz vor dem gegnerischen Tor.

«Nach dem 3:0 haben wir viel zu stark nachgelassen. In dieser Phase haben wir dann gleich zwei Tore kassiert, womit das Momentum plötzlich wieder auf der Churer Seite war», analysierte Max Dreier nach Spielschluss die verhängnisvollen Minuten im Mitteldrittel. Eine Erklärung für diesen Einbruch fand auch der Huttwiler Teammanager so kurz nach Spielende nicht. «Vielleicht hat dieses 3:0 die Mannschaft in falscher Sicherheit gewiegt», werweisste er. Sicher sei, fügte der 65-jährige Oberländer (aus Seftigen) hinzu, dass diese Anschlusstore Chur gewaltig Auftrieb verschafft hätten.

Dreier nimmt Team in Schutz
Dreier, der über lange Jahre Erfahrung im Eishockey-Businisse (Thun, Neuenburg, Düdingen) verfügt, ärgerte sich vor allem darüber, dass den Spielern die Besonderheiten einer Playoff-Partie geläufig sein sollten. So sagt er: «Es weiss doch jeder, dass man in den Playoffs dem Gegner rein gar nichts offerieren darf, egal bei welchem Spielstand.» Das sei absolut unnötig gewesen, genauso wie die einmalige Chance im Schlussabschnitt, als die Huttwiler während ganzen zwei Minuten in doppelter Überzahl agieren konnten und keinen Treffer zustande brachten. Doch Max Dreier nimmt seine Truppe auch ein wenig in Schutz und weist darauf hin, dass Chur die Qualifikation auf Rang zwei abschloss. «Die Bündner belegten nicht umsonst diesen Rang, die Mannschaft hat viel Potenzial und kann sehr gut Eishockey spielen», erwähnt Dreier, der beruflich im Technischen Kundendienst tätig ist.

Für die Bieri-Truppe gab es deshalb am Ende einen äusserst happigen Rückschlag zu verdauen. Nicht einfach, wenn man bedenkt, dass bereits zwei Tage später das nächste Spiel in Chur ansteht (fand nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe statt). Gerade in den Playoffs müsse man solche Nackenschläge einfach ausblenden, bemerkt Max Dreier, der deshalb glaubt, dass diese Niederlage – so ärgerlich diese auch sei – keine Auswirkungen auf die mentale Verfassung der Spieler haben wird. «Natürlich ist es sehr schade für die tolle Ausgangslage, in der man sich befand, aber am Ende ist es ja egal, wie man verloren hat. Es ist einfach eine Niederlage und es steht 1:1, da ist noch nichts verloren.» Der Huttwil-Teammanager ist auch überzeugt, dass die Mannschaft entsprechend reagieren kann, «weil wir über ein Team verfügen, das über reichlich Playoff-Erfahrung verfügt. Deshalb dürfte diese Niederlage die Mannschaft nicht aus der Bahn werfen.»

textwerk/war

Bildlegende: Ist überzeugt, dass Hockey Huttwil heute Abend auf die unglückliche Heimniederlage am letzten Mittwoch reagieren kann: Teammanager Max Dreier. (Bild: Marcel Bieri)


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